Das Piano

ist kein Keyboard, obwohl es so aussehen mag und ein Klavierspieler locker Keyboard spielen kann.

Das Klavier unterscheidet sich vom Keyboard einerseits in der Tastatur, die deutlich mehr Fingerkraft erfordert, da sie rein mechanisch funktioniert und andererseits in der Technik, die in der Regel keine Begleit-Automatiken enthält.

Für die Ausbildung gibt es zwei wesentliche Anforderungen an das Instrument:

Das Instrument muß sauber gestimmt sein.

Digitale Pianos sind das immer. Bei mechanischen Klavieren oder Flügel sorgt der Klavierstimmer dafür. Die Tastatur muß einwandfrei und gleichmäßig funktionieren. Beim mechanischen Instrument sorgt auch hier der Klavierstimmer für eine einwandfreie Funktion. Beim elektronischen Instrument sollten es 88 Hammer-Mechanik-Tasten sein. Tipp: Auch wenn es preislich noch so verlockend erscheinen mag, lassen Sie sich bei der Anschaffung weder auf kleinere Tastaturen mit weniger Tasten, noch auf lediglich einfach gewichtete Tastaturen ein. Solche Instrumente sind für eine Klavierausbildung nur vorübergehend bzw. gar nicht geeignet.

So unterschiedlich wie die Instrumente sind, so unterschiedlich ist die Ausbildung. Der Klavierschüler erlernt im Gegensatz zu einem Keyboardschüler z.B. das gegenläufige Spielen der rechten und linken Hand. Durch umfangreiche Übungen werden die Fingermuskulaturen trainiert, um ein gleichförmiges, dynamisches Spielen auf dem Manual zu erreichen.

Die Noten- und Harmonielehre gehört selbstverständlich auch dazu.

Die Ausbildung ist recht aufwendig und erstreckt sich über einige Jahre, die sich jedoch auf jeden Fall lohnen!