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"Ein Leuchtturm der Freundlichkeit"

Barbara Rennig 17.04.2020 Schwarzwälder Bote

Anja und Alexander Virág tüftelten in ihrer Musikschule AWA an kreativen Wegen und stellten den kompletten Unterricht auf Skype um.Foto: Rennig Foto: Schwarzwälder Bote

Corona-Krise: Per Videochat geht der Unterricht an der privaten Musikschule AWA weiter / Dankbar für Verständnis der Kunden

Das Burgcenter ist verwaist, und auch durch die Räume der Musikschule AWA wehen keine Pianoklänge und Stimmen mehr, seit die Corona-Auflagen strenger geworden sind. Doch gerade in diesen herausfordernden Zeiten möchte die private Nagolder Musikschule "ein Leuchtturm an Freundlichkeit und Aufmunterung" sein, so Geschäftsführerin Anja Virág.


Besonders dankbar sind Anja und Alexander Virág aktuell für das Verständnis ihrer Kunden und deren Treue, denn nach einer "Schockstarre" von einer Woche, in der sämtliche Schulen Nagolds geschlossen wurden, tüftelte die AWA an kreativen Wegen und stellte den kompletten Unterricht auf Skype um. Unterstützung und rechtlicher Rückhalt kam dabei vom Bundesverband freier Musikschulen, der ebenfalls anregte, entfallenen Unterricht in den kommenden Ferienwochen des (Früh-)Sommers nachzuholen. So unterrichtet die AWA mit Herzblut weiter und bleibt offen für alle Belange ihrer Schützlinge und deren Eltern.


Angefangen hatte die Arbeit der freien Musikschule 2006 in einer Zweizimmerwohnung. Alexander Virág, der mit dem Magisterabschluss in Musik als Sänger mehrere Jahre im tschechoslowakischen Fernsehen und Rundfunk einen großen Bekanntheitsgrad erreichte, international unterwegs war und auch als Lehrer für Musik und Sprachen (Englisch, Russisch) an einem Gymnasium wirkte, gründete mit seiner Frau Anja vor 14 Jahren die freie Musikschule AWA (das Logo ist eine Zusammensetzung aus beiden Namen). Während Alexander Virág Komposition, klassische Gitarre und Gesang unterrichtete, widmete sich seine Frau Anja zunächst dem Keyboardunterricht. 2007 zog die AWA mit damals rund 50 Schülern in die "Villa der Musik" in der Emminger Straße, und Betriebswirtschaftlerin Anja Virág wurde Geschäftsführerin. Dankbar sind die beiden für die freundliche Unterstützung vieler Wegbegleiter in den ersten Jahren: So "vererbte" Klaus Melber zu einem Freundschaftspreis einen Flügel für die Musikschule, und Musikalienhändler Klaus Weirowski unterstützte in seinem damaligen Laden Alexander Virág beim Gitarrenunterricht.

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Aktuell unterrichten zehn Lehrkräfte zwischen 160 und 200 Schüler


2014, nachdem die Zahl der Schüler und auch die Bandbreite des Unterrichtsangebotes gestiegen war, wagten Anja und Alexander Virág den mutigen Schritt, Räume im Burgcenter zu kaufen, und nahmen für den Umbau viel Geld in die Hand. Aktuell unterrichten zehn Lehrkräfte – allesamt professionelle Künstler und vom Bundesverband der freien Musikschulen geprüft – in der AWA zwischen 160 und 200 Schüler.


Auch wenn sie bereits mehrere Schüler erfolgreich auf ein Hochschulstudium in Musik vorbereiteten und sich einige junge Sänger der AWA einen Namen machten – zuletzt Anastassia Konavko, die es bis ins Finale von "Dein Song" schaffte –, stehen für Anja und Alexander Virág nicht geschäftliche Interessen im Vordergrund. Sie empfinden ihre Kunden als "große Familie", haben stets ein offenes Ohr für persönliche Belange ihrer Schüler und sind mit großem Herzblut dabei.


Das ist für die Kunden ebenso in Zeiten von Corona spürbar, denn Alexander Virág unterrichtet auch an Wochenenden. Für den 52-Jährigen ist seine Leidenschaft für Musik und Musikproduktion Programm: Ihm liege am Herzen, individuelle Potenziale herauszukitzeln und zu fördern und damit vor allem das Selbstvertrauen seiner Schüler zu stärken. Und Anja Virág kümmert sich einfühlsam um die jüngsten "Nachwuchspianisten" im Vorschul- und Grundschulalter, und das nicht nur aktuell via Skype. Die Krisenzeit hat auch die Kreativität herausgefordert, und die meisten nehmen die Umstellung auf neue Unterrichtswege gerne an.


Zusammenhalt wird – so die einhellige Meinung des AWA-Teams – besonders in diesen herausfordernden Zeiten deutlich. Denn, so Anja Virág, "sie erinnern uns an den Wert unmittelbarer menschlicher Kommunikation und zeigen uns, wie unersetzlich Geduld, Verständnis, Empathie, Verantwortungsgefühl für die Nächsten und Freundschaft gerade in der Quarantäne sind".

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